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25. April 2007

Liebe im Klimawandel Teil 2

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 14:29

Das Klima wandelt sich beständig und ist daher im Grunde das einzig verlässliche im Leben. Vielleicht ist das Klima auch Schuld an der angeblichen Kinderlosigkeit unseres Staates. Aber das ist wohl weniger aufs Wetter zu schieben als auf´s politische Klima oder vielleicht auf das Zwischenmenschliche-Klima?

Und wenn ich grad vom  Klima spreche. Heute hab ich eine Einladung zum 10. Abi-Jahrestag bekommen. Wenn man sich klar an Dinge erinnern kann, die 10 Jahre zurückliegen, wird man alt. Wie dem auch sei. In der Mail - früher hat man so eine Einladung per Post bekommen - steht drin, dass wir erzählen sollen, was sich in den letzten 10 Jahren bei uns verändert hat und von Familie, Kindern, Heirat, Haus und dem Steuerberater erzählen sollen. Mein Körperklima schlägt plötzlich um - heiß-kalt!
Also gut, ich bin 30plus oder neudeutsch 30something, nicht verheiratet, kinderlos, in einer Mietswohnung und Impfgegnerin. Mein Schwager ist Steuerberater. Das war´s. Nach 10 Jahren Abiturinhaberin kann ich nichts weiter anbieten. Also denke ich darüber nach, noch schnell ein Kind aus dem Hut zu zaubern. Gut, die Party ist im Juli - da könnte ich max. eine Schwangerschaft vorweisen. Und dann höre ich plötzlich Stimmen von Freundinnen, Schwester, Partner und dem öffentlich- rechtlichen Fernsehen in meinem Kopf: du bist 30 und noch keine Mutter, Kinder passen jetzt nicht in meinen Lebensplan, bei dem Klima kann man doch keine Kinder in die Welt setzen, was Kinder alles kosten, ich hatte die Wahl zwischen neuen Job und Kinder und weil ich keine Lust auf einen neuen Job hatte, haben wir ein Kind gemacht, unsere Beziehung war schlecht also haben wir es mit einem Kind versucht, mein Job ist eh ätzend, ich will jetzt lieber ein Kind, ich bin bald 40 ich muss mich beeilen, mit Kindern findet man ja keinen Job mehr, ich könnte mir nicht vorstellen zu Hause zu sein und auf mein Kind aufzupassen - STOP! Schreit es da in mir.

Ich lehne mich zurück und denke nach. Über den richtigen Zeitpunkt und den richtigen Grund. Am Ende wird mir klar, dass alle Argumente nur dazu führen, dass es keinen FALSCHEN Zeitpunkt und keinen FALSCHEN Grund geben kann. Alles was uns hindert ja oder nein zu sagen, sind die Geschichten in unserem Kopf. Und dann erscheint es mir fast so, als würde ich mich vor der Entscheidung fürchten - oder vor dem Wort ansich.
Wenn Freunde, die eigene Familie oder das öffentlich-rechtliche Fernsehen also NICHT die Entscheidung treffen, dann muss ich das wohl irgendwann doch selber machen.
Schätze, das heißt Verantwortung übernehmen. Genau wie beim Klima. Ich habe jetzt alle elektrischen Geräte vom Stand by befreit. Und mir umweltfreundliche Kühlschränke im Internet angesehen.

19. April 2007

Liebe im Klimawandel

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 15:05

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