Mit James in Tirol
Meine Freundin sagt: Draußen klettern ist viel anstrengender als in der Halle. Aha. Sie sagt, die Felsspalten müssen viel vorsichtiger erfühlt werden. Aha. Es sind noch nicht so viele Routen vorgestiegen. Aha. Eine gute Sicherung ist da einfach wichtig. AHA! Ich denke darüber nach. Routenplanung ist nicht meine Stärke.
Wie letzte Woche. Da war ich in Kitzbühel. Mal wieder. Beim Seminar. Verjüngung. Ich sehe gut 5 Jahre jünger aus. 3 Kilo leichter. Gute 2 cm größer. So in der Art. Als ich hinfahre denke ich plötzlich: Verdammt! Ich hätte vielleicht doch abbiegen sollen. Den Zettel mit dem Anfahrtsweg kann ich nicht richtig deuten. Kein Navi an Board. Kein Beifahrer. Weit und breit niemanden, den ich fragen könnte. Dann eine Wirtschaft. Ich fahre auf den Parkplatz des Etablissements. Direkt an der Strasse. Ein mittelalterlicher Tiroler springt sogleich auf und fragt: “Bisch z´Fuaß do, odr?” Ich starre ihn an und zucke mit den Achseln. Wo soll ich denn BITTE SCHÖN JETZT zu Fuß herkommen?! Er lacht. Und erklärt mir den Weg: “Wenn´s des net findsch, dann kommsch zruck. Ich fahr Sie dann da hin.”
Aha! Danke schön. Der Tiroler ansich ist einfach immer höflich. Da kann man nix sagen. Ich komme sicher an. Genial. Und denke: Autofahren ist wie Hallenklettern. Es ist einfach leichter, wenn einer die Route schon mal vorlegt. Und wenn ich mal groß bin, dann geh ich an den freien Fels. Mit James und einem Navi, versteht sich. Denn sicher, ist sicher.
Servus in Kitzbühel! Und Ciao derweil.
ps: James ist das Auto
Tags:Auto, James, Kitzbühel, Klettern, Navi, Routenplanung, Tirol