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5. Februar 2010

ALLES NUR GEKLAUT

Abgelegt unter: Politik — mimilita @ 14:14

Was ist schlimmer: Illegal beschaffte Daten kaufen oder millionenschwere Steuerbetrüger laufen lassen? Die Frage der Woche. Geklaut von sueddeutsche.de. Aber ich steh wenigstens dazu.

Passend dazu und in Erinnerung an die Prinzen:

[…] das ist alles nur geklaut, (eo!, eo!)
das ist alles gar nicht meine. (eo!)
Das ist alles nur geklaut, (eo!, eo!)
doch das weiß ich nur ganz alleine. (eo!)
Das ist alles nur geklaut und gestohlen,
nur gezogen und geraubt.
‘Tschuldigung das hab’ich mir erlaubt.

Kapitalismus in allen Ehren. Kapital ansammeln auch. Bürgerlichen Pflichten nicht nachzukommen allerdings ist eine Schweinerei. Und dazu gehört in unserem Staat nun mal Steuern zu zahlen. Und auch ich geb sie nicht gerne her. Die wachsende Diskrepanz zwischen Brutto und Netto geht auch mir auf den Sack.
Aber konzentrieren wir uns doch endlich mal wieder auf das Wesentliche. Wie viel Geld braucht man denn zum Leben. Da könnt man sich an Hartz-IV orientieren, die sind da ja ganz genau. Zwar grenzwertig aber immerhin ca. 7 Mio müssen damit auskommen. Gut, wer einen verantwortungsvollen Job hat, sollte auch mehr bekommen, seh ich ein.
Und dann gewöhnt man sich an den Luxus, das macht ihn aber trotzdem nicht besser. Und irgendwie entfernt man sich zu schnell vom Notwendigen. Dann kommen Geiz, Habgier, Verlustangst, das Nicht-teilen-wollen, alles-für-sich-behalten, ja-nichts-abgeben-wollen.
Darüber hat sich auch Rousseau Gedanken gemacht. Wer viel hat, zahlt viel, wer nicht, der nicht. Klingt gerecht. Die Idee dahinter: der Reiche wird nur in der Gesellschaft und erst durch sie, reich. Schule, Uni, vom Staat finanziert. Geld verdient sich auch nicht im Alleingang und würde ohne eine Gesellschaft, die letztendlich das Produkt in irgendeiner Form konsumiert, nicht funktionieren. Warum also sollte man von dem Gewinn nicht etwas zurückgeben?
Ich find, es ist an der Zeit, den Egoismus mal wieder ein bisschen zurückzuschrauben und sich zu besinnen, warum man dort ist, wo man ist und wem man dafür zu danken hat. Und das in unserem Staat doch nicht alle die gleichen Startchancen haben, auch wenn das gerne verdrängt wird!

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